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Heimatmuseum

Der Museumshof am Sonnenluch mit seinem Kräuter- und Obstgarten steht unter Denkmalschutz und ist eine der Sehenswürdigkeiten in Erkner.

Das Heimatmuseum ist der zentrale Punkt des Museumshofes. Es befindet sich in dem ältesten mitteldeutschen Ernhaus aus der Zeit der friderizianischen Binnenkolonisierung in unserer Umgebung und wurde etwa 1760 als Wohnstätte errichtet. Nach umfassender Sanierung 1996 werden in sechs Räumen Ausschnitte aus der interessanten Stadtgeschichte von der Bronzezeit bis hin zu Exponaten und Dokumenten der Gegenwart gezeigt. Von besonderem Interesse ist eine original erhaltene Schwarze Küche.

Seit 2008 wird in der ausgebauten Scheune auf dem Gelände des Museumshofes eine Ausstellung zur industriellen Entwicklung der Stadt Erkner gezeigt. Im Dachgeschoss befindet sich die Ausstellung vom Freundeskreis Chemie-Museum Erkner e. V.. Hier erfährt der Besucher wie Erkner zur „Wiege des Kunststoffzeitalters“ wurde.

Im Kolonistenhaus findet man in verschiedenen Ausstellungskomplexen Wissenswertes zu:

  • regionale Ur- und Frühgeschichte
  • erste Erwähnung Erkners
  • die alte Poststraße 
  • die Ortsteile Hohenbinde, Jägerbude, Schönschornstein
  • schwarze Küche mit alten Küchengeräten
  • friderizianische Binnenkolonisation
  • Erkner um die Jahrhundertwende
  • NS-Zeit und Krieg, die Zerstörung Erkners 
  • Kriegsende und Neubeginn
  • Erkneraner Zeitgeschichte 1945-1990

Da die Menschen vom Wuchs noch kleiner waren als heutzutage, sind die Türen auch niedriger gehalten. Bitte beim Eintreten den Kopf einziehen.

Museumsscheune

Das Nebengebäude des Heimatmuseums wurde aufwändig saniert, ausgebaut und 2008 zum 10 jährigen Stadtjubiläum eröffnet. Auf vier Ebenen wird die Dauerausstellung zur "Geschichte und Entwicklung der Stadt Erkner" und die "Chemiegeschichte Erkners und der Region Berlin-Brandenburg" präsentiert. Zu sehen sind Originalgegenstände, Modelle, Bildtafeln, Urkunden und Dokumente, die Auskunft über die soziokulturelle und wirtschaftliche Entwicklung von Erkner geben. Veranschaulicht wird  die Entwicklung von Erkner vom dörflichen Vorort bis zur Industriegemeinde. Schwerpunkt ist die wirtschaftliche Entwicklung und die Gewerbeansiedlung.

Der Freundeskreis Chemie-Museum Erkner e. V. präsentiert  im Dachgeschoss eine Ausstellung über die Entstehung und Entwicklung der chemischen Kunststoffindustrie in Erkner am Beispiel der Rütgers-Werke (später Teerwerk) und der Bakelite-GmbH (später VEB Plasta). Neben Vitrinen und Bildtafeln – auch zu den Etappen der Trabant-Produktion - steht dort unter anderem ein altes Bakelit-Telefon, mit dem man von der obersten in die unterste Etage telefonieren kann.

Ein maßstabsgerechtes Modell des Bahnhofs von Erkner mit fahrenden Modellzügen stellt die Zeit um 1920 dar. Eine Computer-Animation zeigt die Friedrichstraße von Erkner vor der Bombardierung im März 1944 und heute.
In der ersten Ebene der ehemaligen Scheune finden Vorträge, Veranstaltungen und Sonderausstellungen statt.

Der Kuhstall – ein weiteres Nebengebäude auf dem Museumshof - wird für Veranstaltungen und Beratungen genutzt.

Im Museumsgarten sind etwa 40 verschiedene Kräuterpflanzen, einige Teesorten und etwas Gemüse zum Kennen lernen zu finden. Die Besucher und Gäste können diese Kostbarkeiten erwerben. Blumenbeete verschönern das Areal. Die Außenfläche mit der Streuobstwiese wird auch für Veranstaltungen genutzt.

Das Insektenhotel wird von den Insekten zur Freude der Besucher angenommen. Als Winterquartier wird es besonders aufgesucht.

Ein historischer Feldstein-Backofen im Garten wird vor allem bei Veranstaltungen zum Backen des traditionellen Zuckerkuchens angeheizt.

Auf dem Hof befindet sich auch eine kleine Ausstellung von landwirtschaftlichen Geräten.